Countdown für die Barclays ATP World Tour Finals

2009 finden die Barclays ATP World Tour Finals in London statt. Bisher als Masters-Cup bekannt, kommt der Wettkampf der besten acht Tennis-Spieler nächstes Jahr mit neuem Namen zurück nach Europa.
Eine große Sanduhr der anderen Art zeigt ab jetzt an, wann es in der Londoner O2-Arena losgeht. Dabei wandert jeden Tag ein Tennisball von der oberen in die untere Kammer:

Befüllt wurde die “Tennisball-Uhr” von der australischen Tennis-Ikone Pat Cash:

Für alle, die jetzt schon voll informiert sein wollen, bietet die ATP auf ihrer Website www.atptennis.com zahlreiche Infos mit Trailern, Fotos und Spielerinterviews zum neuen Austragungsort in England.

Video: Das Jahr des Rafael Nadal


Mehr über Rafael Nadal:
>>> Profil bei atptennis.com
>>> Offizielle Webseite von Rafa

Ist Herrentennis emotionaler und interessanter als Damentennis?

Für John McEnroe ist die Sache klar: Herrentennis ist spannender und emotionaler als Damentennis. Das sagte er in Kuala Lumpur am Rande eines Showkampfs gegen seinen ehemaligen Rivalen Björn Borg. McEnroe macht dies an den Persönlichkeiten im Herrentennis fest, die seiner Meinung nach bei den Damen fehlen. Für ihn, den aufbrausenden Spieler, war und ist immer noch die Emotion auf dem Platz entscheidend: “Bei den US Open haben wir jede Menge Emotion von Roger gesehen – eine Seite, die wir nicht so kannten. Und es gibt zum Beispiel mit Nadal, Murray, Djokovic und Tsonga eine größere Anzahl von Spielern, die Persönlichkeit zeigen.”

Novak Djokovic, US Open, Foto: Toga Saki (CC-BY)

McEnroe sieht in der Emotion – er selbst war ja nicht nur ein großartiger Tennisspieler, sondern konnte mit theatralischen Wutausbrüchen die Stimmung auf dem Platz anheizen – einen Faktor, der Tennis bei den Zuschauern noch weiter nach vorne bringen könnte. Und irgendetwas ist da schon dran: ein emotionaler Tsonga, der in einen Tennisball beisst, ein Youzhny, der sich mit dem Schläger vor Wut die Stirn aufschlägt – das sind Bilder und Gefühle, die auf Youtube und in den Zeitungen für Aufsehen sorgen.

Tennis ist Emotion, Rivalität, Kampf und auch große Gefühle. Und es ist ja nicht so, dass die ruhigeren Spieler nicht emotional wären, sie gehen nur anders mit der Anspannung auf dem Platz um. Nicht jeder muss ein McEnroe sein. Denn das wäre ja dann auch wieder langweilig. Oder?

Foto: Toga Saki (CC-BY)

Drei Fragen an… Paul Macpherson

Paul Macpherson1. Herr Macpherson, was fasziniert Sie am Tennis?

Es ist die komplexe Kombination aus körperlicher und geistiger Leistung, die man braucht, um erfolgreich zu sein. Die Jungs benötigen eine Top-Kondition, um bis zu fünf Stunden bei großer Hitze spielen zu können. Außerdem sind Schnelligkeit und Agilität unerlässlich, schließlich wird das gesamte Spielfeld während des Matches beansprucht. Außerdem ist Tennis wie eine Partie Schach, wo sich meist die Cleversten behaupten. Erfolgreiche Spieler müssen eine starke Psyche haben, wenn sie das Spiel noch drehen wollen, selbst wenn alles verloren scheint.

Zudem ist es spannend, dass Spieler häufig ihre eigene Taktik verändern müssen um die unterschiedlichen Gegner schlagen zu können. Das ist etwas, das man bei vielen Sportarten wie zum Beispiel Golf vermisst. Und es ist einzigartig, wie verschieden die Spiele aufgrund der jeweiligen Platzbeschaffenheit, sprich Gummi-Belag, Gras oder Asche sind. Und wenn die verschiedenen Tennis-Stile, also etwa der „Baseliner“ und der „Volleyer“, aufeinanderprallen, ist das der ultimative Eins-gegen-Eins Wettkampf.

Ich mag Sportarten, wo Athleten mit unterschiedlichster Physiognomie gegeneinander antreten können. Man denke an Tennisspieler wie Ivo Karlovic mit einer Größe von 2,08 Meter und im Kontrast dazu an den Belgier Christophe Roche mit 1,70 Metern. Beide könnten gegeneinander spielen. Wenn man nicht groß ist, braucht man beispielsweise beim Basketball gar nicht erst aufs Feld gehen.

2. Was war das beste Spiel, dass Sie je gesehen haben?

Ohne Zweifel das Wimbledon-Finale 2008 zwischen Federer und Nadal. Das Spiel hat alles geboten. Mit diesen beiden Spielern verbindet man mitunter den spannendsten Wettstreit in der Geschichte dieses Sports – und das vor unglaublicher Kulisse. Unter großem Einsatz arbeitete Federer an seinem sechsten Wimbledon-Titel in Folge und Nadal wollte nach seinem Sieg in Frankreich auch Wimbledon als Sieger verlassen. Vor diesem Hintergrund war das Match absolut außergewöhnlich und beide Spieler zeigten trotz des Drucks Nerven aus Stahl. Es war atemberaubend als Federer den Match Point mit seiner geradlinigen Rückhand im vierten Satz abwehrte. Aber Nadal hatte es am Ende doch für sich entschieden. Das Spiel wurde sofort zum Klassiker.

3. Welche Aufgabe haben Sie bei der ATP?

Ich bin der Chefredakteur der ATP-Abteilung „Digital Services“. Ein Teil meiner Arbeit ist es, den gesamten Inhalt unseres Internetseiten-Pools zu betreuen, also auch ATPtennis.com. Dabei arbeite ich in einem Team mit vier weiteren Redakteuren.

***

Lesen Sie auch die anderen Kurzinterviews, die wir mit Mitarbeitern der ATP geführt haben:
>>> Übersicht aller Interviews
>>> Drei Fragen an Nanette Duxin
>>> Drei Fragen an Andy Anson
>>> Drei Fragen an Phil Anderton

Offizielles Spielerfoto des Masters Cup 2008

Offizielles Foto Masters Cup 2008 Shanghai
Das offizielle Spieler-Portrait zum Tennis Masters Cup 2008 in Shanghai wurde im schicken Yong Foo Elite Club, der in einer 70 Jahre alten Villa residiert, aufgenommen. Das Gebäude mit seiner Art-Decó-Einrichtung war ursprünglich einmal das Britische Konsulat und ist heute einer der exklusivsten Spots (mit Bar und Restaurant) in Shanghai.

Der Tennis Masters Cup Shanghai 2008 ist zum fünften Mal der finale Wettbewerb der ATP-Saison und wird dieses Jahr zum letzten Mal in Shanghai ausgerichtet. Ab 2009 findet das Abschlussturnier dann als “Barclays ATP World Tour Finals” dann in London statt. Shanghai bleibt natürlich stark auf der Tennislandkarte – mit einem neuen Masters 1000er Turnier.

Auch sehr schön: das Archiv der Spielerfotos auf masters-cup.com!

Foto: ATP Tour / Quentin Shih

Riesenprojektion: Großes Tennis am Checkpoint Charlie in Berlin


Kurz vor dem Beginn des Tennis Masters Cup in Shanghai hat die ATP am Donnerstag Abend die besten acht Spieler am Checkpoint Charlie in Berlin im Großformat auf Hauswände projiziert. Das Video zeigt wie die Aktion aufgebaut wurde. Ich habe mir das alles vor Ort angeschaut: es war wirklich beeindruckend. Anbei noch ein paar erste Bilder der Aktion:

Roger Federer am Checkpoint Charlie

Die Teilnehmer beim Masters Cup in Shanghai 2008

Nach dem Turniersieg von Jo-Wilfried Tsonga in Paris steht auch fest, wer alles in Shanghai beim Tennis Masters Cup dabei ist.

Hier sind die besten acht im ATP-Race 2008:
1 Nadal, Rafael (ESP) – 1335 Punkte
2 Federer, Roger (SUI) – 1041 Punkte
3 Djokovic, Novak (SRB) – 929 Punkte
4 Murray, Andy (GBR) – 684 Punkte
5 Davydenko, Nikolay (RUS) – 463 Punkte
6 Roddick, Andy (USA) – 394 Punkte
7 Tsonga, Jo-Wilfried (FRA) – 390 Punkte
8 Del Potro, Juan Martin (ARG) – 369 Punkte

Das Race zählt im Gegensatz zur Weltrangliste nur die laufende Saison und endet mit demTennis Masters Cup in Shanghai.

Update: Rafael Nadal musste wegen einer Verletzung die Teilnahme am Masters Cup absagen, für ihn rückt jetzt die Nummer 9 im Race, Gilles Simon, nach.