Guga mit neuem Look und neuen Zielen

Der brasilianische Tennisheld Gustavo “Guga” Kuerten hatte sich 2008 nach 13 Jahren Profikarriere aus dem Tennissport zurückgezogen. Jetzt verfolgt er neue Ziele: Am 16. Februar beginnt er ein Studium der Theaterwissenschaften an der Brasilianischen State University in Santa Catarina. Kein Wunder – seither interessierte ihn alles rund um’s Drehbuch schreiben und Regie führen.

Anlässlich seiner Zulassung zum Studium feierte Guga heute mit Freunden in seiner Heimatstadt Florianopolis und präsentierte sich mit neuem Look. Die bekannte Lockenpracht wich einer schnittigen Kurzhaarfrisur:

So kannte man Guga auf dem Court:
Gustavo Kuerten / Foto: Getty
Foto: Getty

Und so sieht man ihn jetzt auf dem Campus:
Gustavo Kuerten / Foto: Divulgação/GKP
Foto: Divulgação/GKP

Dass er wandelbar ist, hat Guga auf jeden Fall bewiesen – was ja bei seinem Studium sicherlich nicht schadet.

Galerie: Australian Open – was neben dem Court geschah

Fernando Verdasco

Fernando Verdasco

Klicken Sie doch einfach auf die Vorschaubilder um mehr über die Bilder zu erfahren.

Fotos: Fiona Hamilton

Die Tennis-Blogosphäre: Interview mit Ove von Zacks Tennis

Für den nächsten Teil unserer Serie “Tennis im Netz” haben wir uns das Thema Blogs vorgenommen. Als eines der besten und aktuellsten Tennis-Weblogs können getrost Zacks Tennis und Zacks Telegramm gelten. Mit fast täglichen Updates wird bei Zack kritisch, unabhängig und aktuell über Herrentennis berichtet. Manche Nachrichten gibt es bei Zacks Tennis sogar früher als bei den großen Medien. Wir haben den Blogger aus Hamburg mal interviewt:

Seit wann machst Du Zacks Tennis?
Seit fast einem Jahr. Ich habe im Februar 2008 angefangen.

Was kann man bei Dir sehen? Was sind die wichtigsten Themen?
Es geht ums Herren-Profitennis, aber ohne reine Ergebnis-Berichterstattung. Die deutschen Spieler und Turniere beobachte ich dabei besonders genau. Federer und Nadal kommen vielleicht manchmal etwas zu kurz, das liegt daran, dass man über die auch an anderen Stellen reichlich lesen kann. Das will ich nicht immer alles nachkauen. Einmal in der Woche, am Sonntagabend irgendwann zwischen 18 Uhr und Mitternacht, veröffentliche ich einen längeren Artikel, der möglichst ein paar Hintergründe zu einem aktuellen Thema liefern soll. Dazu kommen drei bis sechs kürzere Einträge pro Woche.

Deine Blogs sind immer sehr aktuell, manchmal stehen bei Dir die Informationen bevor die großen Medien etwas zum Thema bringen. Wie machst Du das?
So schwer ist das gar nicht. Tennis steht bei den großen Medien in Deutschland nicht gerade an erster Stelle. Wenn man die internationale Berichterstattung verfolgt und sich dann noch merkt, wann wo welche Ereignisse oder Entscheidungen anstehen und dann nachhakt, wenn es so weit ist, kann man schon mal an Geschichten kommen, die auf Deutsch sonst keiner hat. Ich hab zwar auch schon mal exklusive Quellen gehabt, zum Beispiel Spieler interviewt, aber das ist eher die Ausnahme.

Wie schätzt Du das Thema “Tennis im Internet” (und speziell in Deutschland) ein?
Speziell in Deutschland kann man natürlich viel rumjammern. Ich hab mit meinem Blog unter anderem deshalb angefangen, weil ich fand, dass ein solcher Blog fehlt. Insgesamt hat das Internet das Leben des Tennisfans aber extrem bereichert. Im Internet findet man die Ergebnisse von jedem Future in Uganda. Zu Boris Beckers Zeiten standen im Videotext selbst von den größeren Turnieren die Ergebnisse oft erst ab dem Viertelfinale. Als ich 14 war, hab ich mir ausgemalt, wie es wäre, wenn es so etwas gäbe: Einen direkten Draht zum Rechner der ATP, über den ich mir die komplette Weltrangliste ansehen könnte. Damals hat die Sportbild mal die ersten 500 Plätze abgedruckt, das Heft habe ich Jahre lang aufbewahrt, bis es völlig zerfleddert war.

Was würdest Du dir für deutschsprachige Tennisseiten wünschen? Was fehlt?
Ich fände es sehr cool, wenn jemand über die WTA-Tour bloggen würde. Dann hätte ich nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, dass ich mich ausschließlich aufs Herrentennis beschränke. Außerdem würde ich mich freuen, wenn noch ein paar mehr Spieler ein regelmäßiges Internet-Tagebuch führen würden. Viele machen das ja schon. Nicolas Kiefer informiert immer sehr zuverlässig, und Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber fangen jetzt auch an. Aber zum Beispiel von Philipp Petzschner gibt es noch gar nichts, und bei Rainer Schüttler ist auch sehr spärlich.

Welche sind Deine Lieblingsseiten (und Tennisblogs) im Netz?
An erster Stelle kommt eindeutig menstennisforums.com. Das ist die große Informationsbörse für Tennisfans aus aller Welt.

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Es gibt natürlich noch weitere Blogs mit dem Thema Tennis. Zu diesen gehören:

Wenn ihr noch weitere interessante Tennis-Blogs kennt, freuen wir uns auf Eure Kommentare und ergänzen die Liste.

Update:
Loreley hat ihre liebsten Tennisblogs zusammengestellt – hier: http://loreley.twoday.net/stories/5477071/

Per Mail hat uns Christian auf sein Blog aufmerksam gemacht:
www.thetennispost.blogspot.com

Australian Open: Haas spielt gegen die Nummer Eins

Von den anfänglich 20 deutschen Spielern, die bei den Australian Open antraten, ist nur noch einer übrig: Thomas Haas erreicht die dritte Runde.
Ein andauernder Durchmarsch erscheint jedoch angesichts des zu schlagenden Gegners unwahrscheinlich. Denn Haas muss nun in Melbourne gegen die Nummer Eins, Rafael Nadal, antreten. Die bisherige Bilanz verheißt dabei nichts Gutes: In den bisherigen drei Partien zwischen den beiden Profis konnte Haas noch nie auch nur einen Satz gewinnen.
Wenngleich sich Haas auf das Match freut – mit einer weiteren deutschen Beteiligung an den diesjährigen Australian Open wird nach Runde 3 nach einem Blick auf Statistik wohl Schluß sein.
Allerdings: Die Hoffnung stirbt zuletzt und Statistiken können sich auch ändern.

Drei Fragen an… Kerry Cleek

Kerry Cleek

1. Was fasziniert Sie am Tennis?

Ich glaube, dass Tennis-Spieler insgesamt die besten Athleten sind. Man muss in hervorragender Verfassung sein, um über Stunden unter allen Wetterbedingungen spielen zu können.

2. Was war das beste Spiel, dass Sie je gesehen haben?

Das 1996er Viertelfinale der US Open zwischen Sampras und Corretja.

3. Welche Aufgabe haben Sie bei der ATP?

Ich bin die Vizepräsidentin im Bereich „Finance and Accounting“.

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Lesen Sie auch die anderen Kurzinterviews, die wir mit Mitarbeitern der ATP geführt haben:
>>> Übersicht aller Interviews
>>> Drei Fragen an Paul MacPherson
>>> Drei Fragen an Nanette Duxin
>>> Drei Fragen an Andy Anson
>>> Drei Fragen an Phil Anderton

Statistik: Kohlschreiber kommt ins Finale der Australian Open

Der ATP-Zahlen und Statistikguru Greg Sharko hat seine Rechner angeworfen und sich die Finalteilnahmen bei den Australian Open der letzten Jahre angeschaut und festgestellt, dass 6 von 7 erstmaligen Finalteilnehmern auf den Plätzen 18-54 der South African Airways ATP Rankings standen. Die Gewinner des Finale sind fett markiert:

2008 — Jo-Wilfried Tsonga (No. 38) vs. Novak Djokovic
2007 — Fernando Gonzalez (No. 9) vs. Roger Federer
2006 — Marcos Baghdatis (No. 54) vs. Roger Federer
2003 — Rainer Schuettler (No. 36) vs. Andre Agassi
2002 — Thomas Johansson (No. 26) vs. Marat Safin
2001 — Arnaud Clement (No. 18) vs. Andre Agassi
1999 — Thomas Enqvist (No. 21) vs. Yevgeny Kafelnikov

Diese und andere Faktoren hat Greg Sharko zusammengestellt und geschaut, wer dieses Jahr statistisch ins Finale kommen müsste. Dabei kam er zum Ergebnis, dass folgende Spieler die besten Chancen haben:

No. 20 Marin Cilic
No. 21 Tomas Berdych
No. 29 Paul-Henri Mathieu
No. 33 Philipp Kohlschreiber
No. 51 Ernest Gulbis

Was dann wirklich passiert, werden wir sehen. Ich jedenfalls drücke Philipp Kohlschreiber die Daumen!

Update 15.01.: Philipp Kohlschreiber musste beim Turnier in Auckland wegen einer Schulterverletzung abbrechen. Ob er in Melbourne spielt, konnte er noch nicht sagen.

Mehr Zahlen gibt es auf atpworldtour.com und im DEUCE Magazin der ATP World Tour.

Adam Helfant neuer Präsident und CEO der ATP

Adam Helfant, ATP Präsident
Jetzt ist es offiziell: Adam Helfant ist neuer Präsident und CEO der ATP. Der 44-jährige beginnt ab sofort in London mit seiner Aufgabe. Helfant war zuvor für den Sportartikel- und Bekleidungshersteller Nike sowie die NHL tätig. Er kann sich auf langjährige Erfahrungen im Sportmarketing stützen und ist nach eigenen Angaben als Tennisfan “mehr als begeistert” über seine neue Aufgabe.

Die komplette Pressemitteilung (als PDF auf Englisch) gibt es auf atpworldtour.com

Galerie: Fish füttert Hai

Mardy Fish
Vor dem “Medibank International”-Turnier in Sydney (Kategorie: ATP World Tour 250) hat Mardy Fish das lokale Aquarium besucht und Haie gefüttert.
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