Ganz oben hat er schon mitgespielt, der Kroate Mario Ancic: 2006 stand er auf Platz 7 des South African ATP Rankings. Eine beachtliche Leistung, wenn man sich vor Augen hält, dass Ancic parallel sechs Jahre lang Jura studierte.
2007 erkrankte er dann an Drüsenfieber, musste sportlich sechs Monate pausieren. Diese Zeit nutzte der Kroate intensiv, um sein Studium zügig abzuschließen. 2008 machte er schließlich an der Universität Split/Kroatien seinen Diplom-Abschluss in Jura.
Jetzt hat der Akademiker die Chance, an der Harvard Business School ein Seminar zu leiten. Peter Carfagna, Dozent für Sportrecht, ermöglichte Ancic einen Gastvortrag an der rennomierten Hochschule. Für den Tennis-Profi ist das eine große Ehre: “Es ist zwar schwer zu vergleichen, aber Nummer 1 im Tennis zu sein ist etwas ähnlich großartiges, wie an der Harvard Universität zu dozieren”, sagt der überaus sportliche Akademiker.
Entsprechend hat Ancic sein Programm bereits en detail ausgearbeitet. Sein Thesenpapier umfasst 68 Seiten. Themen sind neben der Geschichte und Struktur der ATP, Sportrecht und Außendarstellung des Tennissports, aber auch brisante Themen wie Doping oder Sportwetten.
Bleibt nur noch die Frage, wie es nach Beendigung der Tennis-Karriere weitergeht. Ancic würde am liebsten im Sportrecht tätig werden – aber auch als Dozent zu lehren, kann er sich vorstellen.
Das hängt wohl ganz vom Erfolg seines Gastvortrags in Harvard ab, den er kommenden Donnerstag hält.
Ein Interview mit Mario Ancic zu seinem Ausflug nach Harvard gibt es auf www.espn.com.
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