“I hated tennis” – Andre Agassi über sein Leben auf 580 Seiten

Edle Räumlichkeiten, Kaffee aus Silberkannen und diverse andere Getränke: Vergangenen Freitag hatte der Droemer Verlag anlässlich der Veröffentlichung des neuen Buches “Open” von Andre Agassi vor nobler Kulisse in’s Adlon am Pariser Platz im Herzen von Berlin geladen.
Edelmetalle waren dann aber eher nebensächlich, denn bei der Pressekonferenz war natürlich auch die Tennislegende himself anwesend. Zunächst stand Agassi den Fotographen zum Foto-Shooting zur Verfügung,
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bevor es eine kurze Einführung gab, gepaart mit sinnlosen Fragen der Verleger (”Mit wie viel Gepäck bist du gekommen?”). Wie die Journalisten war auch Agassi sichtlich irritiert und entgegnete: “Warum fragen Sie mich nach meinem Gepäck, wen soll das interessieren?”,
Recht hatte er – und endlich wurde es interessant: Eine der ersten Aussagen des US-Amerikaners war: “I hated Tennis!” Agassi erzählte, dass ihn sein Vater von klein auf zum Tennisspielen gezwungen hatte und er den Sport nicht aus eigenem Antrieb heraus verfolgte. Lange hatte er daher keinen Spass daran und trainierte nur, weil es der Vater so wollte. Das änderte sich schließlich, als er genügend Geld verdiente, um auch gemeinnützige Projekte zu unterstützen – dadurch konnte er etwas Positives aus dem “einsamen Sport” ziehen, dessen Spieler seiner Meinung nach meist Einzelgänger waren.
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In der Folge erzählte Agassi viel über sein Leben, die Probleme die er hatte, ob nun “geschäftlich” mit anderen Spielern wie Boris Becker oder im Privaten. “Wer das Buch liest, kennt mein Inneres und weiß wie ich denke und fühle, this is my story.” Seiner Vorbildfunktion sei er sich bewusst, und hofft, dass die Menschen aus den Fehlern lernen, die er begangen hat. Partiell war es schwierig für ihn, sein Leben niederzuschreiben, aber er hatte klare Vorstellungen davon, wie es werden sollten: “Open” ist hierfür sicherlich der richtige Titel.

Ihm geht es bei dem Buch aber nicht nur darum, seine persönliche Geschichte zu erzählen. “It’s written to learn more about ourselves”, sagte er zum Schluß. Einen hohen Anspruch hat der Tennisstar da an seine Autobiographie. Die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und der Öffentlichkeit ist jedenfalls beeindruckend und die Lektüre für Fans ohne Zweifel Pflicht.
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