Schreib mal wieder mit Roger Federer

Briefmarke Roger FedererDie österreichische Post bringt am 8. Februar eine Briefmarke mit und zu Ehren Roger Federer auf den Philatelie-Markt. Das gute Stück kostet 65 Cent (ich konnte auf der Seite der österreichischen Post nicht rausfinden, wofür genau eine 65 Cent-Briefmarke eigentlich verwendet wird) und ist eher in einem Neunzigerjahre-Design gehalten, inklusive Air-Wolf-Schrifttype unten rechts. Aber die Feststellung “Bester Tennisspieler der Welt” trifft absolut zu. Mal sehen, was passiert, wenn Roger dieses Jahr den Grand Slam holt. Ich gehe davon aus, dass er dann einen Frankenschein mit seinem Angesicht bekommt. Eine Briefmarke haben die Eidgenossen ihrem Landsmann ja bereits vor drei Jahren gestiftet. Man darf gespannt sein.

Großes Tennis sagt Hallo!

Liebe Leser,
wir haben die Winterpause genutzt und uns einen neuen Namen gegeben: www.grossestennis.com. Und mit dem neuen Namen haben wir auch unser Spektrum erweitert. Wir werden ab sofort auch einen Blick auf die Welt des Damen-Tennis und der WTA werfen. Außerdem wollen wir dem geflügelten Wort “Großes Tennis” unsere Ehre erweisen und entsprechend einen Blick über den Tennis-Tellerrand hinaus werfen. Sprich: Wenn uns etwas begegnet, was für uns “Großes Tennis” ist, dann bloggen wir darüber. Und noch was Neues: Mit @grossestennis sind wir ab jetzt auch auf Twitter aktiv.
Ihr dürft also gespannt sein. Für Vorschläge, Kommentare und so weiter sind wir – wie immer – offen und dankbar.
Daniel, Hendrik und Lukas

“I hated tennis” – Andre Agassi über sein Leben auf 580 Seiten

Edle Räumlichkeiten, Kaffee aus Silberkannen und diverse andere Getränke: Vergangenen Freitag hatte der Droemer Verlag anlässlich der Veröffentlichung des neuen Buches “Open” von Andre Agassi vor nobler Kulisse in’s Adlon am Pariser Platz im Herzen von Berlin geladen.
Edelmetalle waren dann aber eher nebensächlich, denn bei der Pressekonferenz war natürlich auch die Tennislegende himself anwesend. Zunächst stand Agassi den Fotographen zum Foto-Shooting zur Verfügung,
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bevor es eine kurze Einführung gab, gepaart mit sinnlosen Fragen der Verleger (”Mit wie viel Gepäck bist du gekommen?”). Wie die Journalisten war auch Agassi sichtlich irritiert und entgegnete: “Warum fragen Sie mich nach meinem Gepäck, wen soll das interessieren?”,
Recht hatte er – und endlich wurde es interessant: Eine der ersten Aussagen des US-Amerikaners war: “I hated Tennis!” Agassi erzählte, dass ihn sein Vater von klein auf zum Tennisspielen gezwungen hatte und er den Sport nicht aus eigenem Antrieb heraus verfolgte. Lange hatte er daher keinen Spass daran und trainierte nur, weil es der Vater so wollte. Das änderte sich schließlich, als er genügend Geld verdiente, um auch gemeinnützige Projekte zu unterstützen – dadurch konnte er etwas Positives aus dem “einsamen Sport” ziehen, dessen Spieler seiner Meinung nach meist Einzelgänger waren.
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In der Folge erzählte Agassi viel über sein Leben, die Probleme die er hatte, ob nun “geschäftlich” mit anderen Spielern wie Boris Becker oder im Privaten. “Wer das Buch liest, kennt mein Inneres und weiß wie ich denke und fühle, this is my story.” Seiner Vorbildfunktion sei er sich bewusst, und hofft, dass die Menschen aus den Fehlern lernen, die er begangen hat. Partiell war es schwierig für ihn, sein Leben niederzuschreiben, aber er hatte klare Vorstellungen davon, wie es werden sollten: “Open” ist hierfür sicherlich der richtige Titel.

Ihm geht es bei dem Buch aber nicht nur darum, seine persönliche Geschichte zu erzählen. “It’s written to learn more about ourselves”, sagte er zum Schluß. Einen hohen Anspruch hat der Tennisstar da an seine Autobiographie. Die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und der Öffentlichkeit ist jedenfalls beeindruckend und die Lektüre für Fans ohne Zweifel Pflicht.
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Saisonrückblick, die Erste

Das Jahr geht zu Ende, das letzte Turnier ist gespielt. Wir wollen an dieser Stelle den einen oder anderen Blick zurück werfen auf das Tennisjahr 2009. Den Anfang machen einige Fakten, die Greg Sharko, seines Zeichens Chefstatistiker der ATP, zusammengestellt hat.


Sag zum Abschied leise Servus

Marat SafinMit Marat Safin kehrt einer der erfolgreichsten Spieler aus Russland dem Profitennis am Ende des Jahres den Rücken. Die ehemalige Nummer 1 der Welt konnte 2009 kein Turnier mehr gewinnen. Als letzter Turniererfolg des 29-Jährigen steht der Sieg bei den Australian Open im Jahr 2005 zu Buche. Neben Safin haben in der Geschichte der ATP noch fünf weitere Spieler den letzten Titel ihrer Karriere bei einem Grand Slam gewonnen:

Marat Safin (RUS), 2005, Australian Open
Pete Sampras (USA), 2002, US Open
Albert Costa (ESP), 2002, Roland Garros
Goran Ivanisevic (CRO), 2001, Wimbledon
Petr Korda (CZE), 1998, Australian Open
John Newcombe (AUS), 1975, Australian Open


Fabrice SantoroAuch Fabrice Santoro geht am Ende des Jahres im Alter von 36 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Der Franzose beendet seine Karriere auf Platz 68 in der Weltrangliste und hat es damit in seinen 20 Profijahren sage und schreibe 18 Mal geschafft, die Saison in den Top 100 zu beenden. Erfolgreicher war in dieser Hinsicht nur Andre Agassi. Hier die Spieler, die am häufigsten zum Saisonabschluss zu den 100 besten der Welt gehörten:
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Pat Rafter gewinnt Finale der ATP Champions Tour vor spektakulärer Kulisse

Champions Tour Jedes Jahr treffen sich die altgedienten ehemaligen ATP-Champions, um sich erneut auf der ATP-Champions Tour zu messen. Gestern fand wieder das Finale vor spektakulärer Kulisse in der Londoner Royal Albert Hall statt. In einem packenden Match bezwang Rafter seinen Kontrahenten Stefan Edberg mit 6-7(5), 6-4 und 11-9.

ARAG World Team Cup 2010: So günstig geht’s zum Center Court

Mit neuen, deutlich gesenkten Preisen startet der ARAG World Team Cup ab sofort seinen Ticket-Vorverkauf. Der World Team Cup findet vom 16.-22. Mai nächsten Jahres in Düsseldorf statt. Die Tickets für den Eröffnungs- und Finaltag sind für das kommende Tunrier im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 29 Prozent günstiger und liegen damit zwischen 29 und 79 Euro. Auch bieten die Veranstalter ein neues 3:2-Ticket an: Wer sowohl das Eröffnungs- als auch das Finalticket kauft, erhält ein weiterers Ticket seiner Wahl kostenlos.
Die Angebote sind gerade in Zeiten der Rezession sicher für viele Tennisfans interessant, insofern Achtung: Eine Vorreservierung ist nicht mehr möglich! Wer sich also ein Ticket sichern will – auf arag-world-team-cup.com ist das jetzt möglich.

Siegerehrung

Wir gratulieren Patric, Yvonne und Marga zum Gewinn von EA Sports Grand Slam Tennis. Allen anderen danken wir für die Teilnahme – das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt.

Euer Feel It – Team

Tennis Xtreme – Part 2

Was wäre das Leben ohne Extreme, was wäre Tennis ohne Extreme – hier nun der zweite Teil unserer Reihe zu den unterschiedlichsten Rekorden um und auf dem Platz:

Meist ist ein Ballwechsel recht schnell beendet, der Gegner macht einen Fehler und der Punkt ist vergeben. Nicht so bei einem Match 1988 in Santa Barbara/Kalifornien zwischen W.Duggan und R.Kapp: Der Ball flog 6602 mal über’s Netz, was 3 Stunden und 33 Minuten dauerte und damit den längsten Ballwechsel aller Zeiten darstellt. Dass hier absichtlich versucht wurde, einen Rekord aufzustellen, liegt auf der Hand. Anders beim längsten Spiel in einem offiziellen Match: Es dauerte 31 Minuten, 37 mal durchlief das Spiel zwischen Anthony Fawcett (RHO) und Keith Glass (UK) 1975 den Einstand.

Doch jetzt zu einem Mann, dessen Bilanz erstaunlich ist. Er hält so ziemlich alle restlichen statistisch erfassten Rekorde, die es gibt – Roger Federer. Das schweizer Ausnahmetalent gewann 24 Finals auf der ATP World Tour in Folge und übertraf damit den alten Rekordhalter Björn Borg mit 12 Finals um Längen. Doch nicht nur das, Federer ist der erste ATP-Profi, der das Finale von zehn Grand Slam Turnieren in Folge erreicht hat. Bei dieser Bilanz verwundert es nicht, dass am längsten Weltranglistenerster in Folge war. Vom 2. Februar 2004 bis zum 17. August 2008 nahm Federer 237 Wochen lang die Spitzenposition der Weltrangliste ein. Dabei hat der Schweizer auch das meiste Preisgeld in der Geschichte des Profitennis gewonnen – seit 1998 erhielt er über 50 Millionen US-Dollar.

Einen Rekord kann Federer jedoch noch nicht für sich verbuchen: Die beste Jahres-Matchbilanz hält weiterhin John McEnroe. 1984 hatte er ein Sieg/Niederlage-Verhältnis von 82:3. Sicher ist es hier auch nur eine Frage der Zeit, bis Federer McEnroe übertrifft.

Tennis Xtreme, to be continued…